schreckschuss.

Ein herzzereißendes Lämmchen steht in einer Bergsituation herum und wird von dem Sadisten in mir mit einer Brotschneidemaschine enthauptet.

Seit S. mir ihre frühkindlichen Traumatisierungen in die Fresse gefeuert hatte und ununterbrochen von getötetem Kleintier erzählt, fickten wir in illegalen Zusammenhängen bei Thunfischtatar und konferierten über den Schonbezug ihres Verlangens. Momentan verbringt sie die Freizeit in einem nougatfarbenen Abendkleid, frisst Zimtsterne und konfrontiert sich innerhalb eines anstrengenden Selbstfindungsprozess mit iher Vergangenheit. Ich ließ mir von einem soziologischen Forschungsteam die Wangenknochen zertrümmern und interpretierte ihr Mitleid am Krankenbett in Zuneigung um.

„Ich habe einen Spiralblock mit praktischer Ausreißhilfe erstanden...“

„Und warum genau, Leni?“

„Weil, wir wollen ausreißen.“

„Du und ich? Aber nicht, dass wir uns noch erschießen müssen oder so, weil diesem Text hier die Dramatik fehlt. Es gibt ja die verrücktesten Gründe.“

„Nein. Wir schauen aus dem Fenster nach herum liegenden Jobangeboten.“

„Und was ist mit dieser Zwangsbeschneidungsscheiße in Tansania?“

„Mir wird nie im Leben jemand glauben, dass ich eine zwangsbeschnittene Arbeiterin in der Eiswürfelfabrik meines getöteten Vaters bin, Liebes.“

27.2.07 22:51
 


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